DDG pflanzt „Reformations-Eiche“ zum 500. Jubiläum der Reformation

 

Auf Initiative von Wilfried Müller-Platz wurde Ende Mai 2017 im Park des Klosters Hohenbusch bei Erkelenz im Rheinland zum 500. Jahr der Reformation eine Eiche gepflanzt. Der etwa 10jährige Baum stammt aus einer Absaat der etwa 600-800jährigen Feme-Eiche aus Erle in Westfalen.

Mit der Aktion wird die Tradition der Baumpflanzung zu historischen Ereignissen fortgesetzt. Vor 500 Jahren hatte Martin Luther seine Thesen zur Reformierung der Kirche veröffentlicht; 1517 gilt damit als Geburtsjahr der Reformation. Einige kurze Festreden begleiteten die Pflanzaktion. So gab Eike Jablonski, Vizepräsident der DDG, nicht nur einen kleinen Überblick über die in Deutschland bekannten „Luther- und Reformationsbäume“, sondern auch zu „dendrologischen“ Gegebenheiten im Zusammenhang mit Luther. So pflanzte ein Student Martin Luthers die erste „Luther-Eiche“ bereits einen Tag nach dem 10. Dezember 1520 in Wittenberg. Dort hatte Luther die päpstliche Bannandrohungsbulle verbrannt, nebst Schriften seiner Gegner. Der Student, ein glühender Anhänger Luthers neuer Lehre, durfte seine Freundin nicht heiraten, da die Großmutter nichts von Luthers Lehren hielt. Am Tag der Schriftenverbrennung stieß sie ihren alten Krückstock in die Asche des Brandhaufens mit den Worten, erst wenn dieser Stock ergrüne, dürfe der Student das Mädchen ehelichen. Heimlich holte der Student aus dem nahegelegenen Wald eine junge Eiche und pflanzte diese in den erkalteten Aschehaufen. Als diese im Frühjahr ausschlug und der Student der Großmutter das „Wunder“ zeigte, durfte er seine Angebetete heiraten – Luther selbst soll die beiden getraut haben. Erst 1813, in den Wirren der napoleonischen Kriege, wurde die Eiche zur Brennholzgewinnung gefällt.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Erkelenz, Walter von der Forst, erinnerte sich in einer kurzen Rede an die in der Familie üblichen Baumpflanzungen zu besonderen Familienereignissen. Gemeinsam sprachen der evangelische Pastor der Gemeinde, Günter Jendges, und der katholische Pfarrer Werner Rombach, vom Wirken Luthers, und der Vorsitzende des Fördervereins Hohenbusch umriss die historischen Kenntnisse zum 1302 von den Kreuzherren gegründeten Klosters Hohenbusch.

Ein eigens angefertigtes Schild wurde im Anschluss von den Festrednern enthüllt. Etwa 45 Teilnehmer, darunter viele regionale Mitglieder der DDG, sowie Vertreter der Presse nahmen an der Baumpflanzung teil. Herzlichen Dank an Wilfried Müller-Platz für die Organisation dieser besonderen Baumaktion im Namen der DDG.

Pflanzung der Reformations-Eiche im Park des Klosters Hohenbusch bei Erkelenz.

v.l.n.r. W. Rombach (katholischer Pfarrer), Günter Jendges (evangelischer Pastor), F. Körfer (Förderverein Hohenbusch), W. Müller-Platz (DDG), H. Küppers (Förderverein Hohenbusch), E. Jablonski (DDG), W. von der Forst (stellv. Bürgermeister Stadt Erkelenz).

 

Das am Baum angebrachte Schild weist neben dem Namen des Baumes auch das Logo des Fördervereins Hohenbusch auf.

 

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